Baum des Jahres 2009 – der Berg-Ahorn

Der Baum des Jahres 2009 ist gekürt – es ist der Berg-Ahorn.
Neben der Eiche und der Kastanie gehören der Ahornarten zu jenen Baumarten, die sofort am Blatt zu erkennen ist. Schließlich ziert ein Ahorn die Nationalflagge von Kanada und auch sonst ist seine Form unverkennbar.

In Deutschland gibt es drei Ahornarten, die sich in der Blattform sehr ähneln. Beim Spitzahorn verlaufen die Blattenden sehr spitz zu, daher Spitzahorn, und beim Feldahorn, eigentlich mehr ein Strauch als ein Baum, sind die Blätter nur wenige Zentimeter groß und daher kaum mit dem Bergahorn zu verwechseln.
Heimsche Ahornarten: v.l.n.r. Bergahorn, Spitzahorn, Feldahorn
Die Blätter vom Bergahorn sind ungefähr 15-20 cm lang und ebenso breit. Sie sind bei jüngeren Bäumen meist größer als bei älteren. Sie wachsen gegenständig am Zweig, sind fünflappig, wobei die vorderen 3 Lappen etwa gleich groß sind, die beiden hinteren wesentlich kleiner. Die einzelnen Lappen sind spitz, grob gezähnt und bis zur Spreitenmitte eingeschnitten. Oberseits sind sie dunkelgrün, unterseits hell-graugün bis leicht purpurn gefärbt; im Herbst leuchten sie goldgelb.

Früchte
Neben dem Blatt ist auch die Frucht des Bergahorns vielen Menschen bekannt. Seine propellerartigen Früchte sind ein prima Spielzeug. Sie kleben auf der Nase und zaubern bei Kindern ein Lächeln ins Gesicht und ein Horn auf die Nase. An den sogenannten „Nasenzwickern“ hängt der Samen des Bergahorns – Baum des Jahres 2009. Werden sie vom Wind erfasst, erreichen sie bis zu 16 Umdrehungen pro Sekunde. Mit diesem biologischen „Hubschrauber“ kann der Bergahorn seinen Samen weit verbreiten. Dies ist besonders effektiv, denn ein einziger Ahornbaum kann so den Nachwuchs für eine Fläche so groß wie ein Fußballfeld sicherstellen.

Baum des Jahres 2009 - der Bergahorn

Ökologie
Der Bergahorn, der über 30 m hoch und bis zu 400 Jahre alt wird, besitzt viele ökologischen Qualitäten: Er trägt zur Verbesserung des Bodens bei, da seine Blätter zu nährstoffhaltigem Humus verrotten. Über 20 Vogelarten nutzen die Früchte des Bergahorns als Nahrung. Als Pionierpflanze wächst er zudem auf nicht besiedelten Flächen oder nährstoffarmen Böden. Aufgrund seines dichten Laubes sorgt er für optimalen Lärmschutz an Straßen. Die Färbung seiner handförmigen Blätter im Herbst bezaubern viele Naturfreunde und erinnern an den Indian Summer in Kanada.

Baum des Jahres
Das Kuratorium „Baum des Jahres“, in dem die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Mitglied ist, wählte den Bergahorn, die häufigste Ahornart in Mitteleuropa zum Baum des Jahres 2009. Dies wurde am 15. Oktober 2008 im Berliner Zoo bekannt gegeben.

Mehr zum Bergahorn finden Sie unter der Rubrik „Baumarten“

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