Arbeitssicherheit im Wald ist oberstes Gebot

Niedersächsische Landesforsten stellen Unfallbericht 2009 vor

Die Arbeitsbedingungen im Wald gehören trotz modernster Hilfsmittel nach wie vor zu den gefährlichsten in Deutschland. Einen Rückblick auf das Unfallgeschehen liefert der Unfallbericht, der alljährlich von den Niedersächsischen Landesforsten herausgegeben wird. In dem Bericht werden die Arbeitsunfälle der ca. 650 beschäftigten Forstwirte und Auszubildenden ausgewertet.


“Erfreulicherweise ist die absolute Zahl der Ereignisse mit 81 Unfällen im Vergleich zum Vorjahr (82) abermals leicht zurückgegangen”, erklärt Klaus Jänich, Vizepräsident der Niedersächsischen Landesforsten, “Schulungen und Fortbildungen zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz erhalten in unserem Unternehmen oberste Priorität und tragen maßgeblich zur Arbeitssicherheit bei.”
Wie in den vergangenen Jahren birgt die motormanuelle Holzernte nach wie vor die höchsten Unfallrisiken. Aber auch hier sind positive Veränderungen zu verzeichnen. Insbesondere bei der Schwere der Ereignisse und den Folgen für die Beschäftigten sind die Werte im Vergleich zu den Vorjahren sinkend.

Neben der Unfallanalyse wurden auch spezielle Fortbildungsangebote für die Mitarbeiter entwickelt. Die neu konzipierten Schulungen sollen das Verständnis für verhaltensbedingte Unfallursachen wecken. Ziel ist es, die Gefahren besonders bei den Routinetätigkeiten im Wald frühzeitig zu erkennen, um die bewusste Wahrnehmung zu fördern und damit Unfallsituationen zu vermeiden.
Auch beim Inhalt des Unfallberichts gehen die Landesforsten mittlerweile einen neuen Weg: Neben Tabellen mit den üblichen Statistiken werden neuerdings typische Unfälle aus den drei Hauptarbeitsberichten beispielhaft und ohne Wertung beschrieben. Das statistische Zahlenwerk wird etwas zurückgenommen und der Beschäftigte tritt in den Vordergrund.

Quelle: Niedersächsische Landesforsten, 2. September 2010

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